Das Wetter in Costa Rica

Die beste Reisezeit für einen Urlaub im Strand- und Regenwaldparadies

Für alle Reisenden aus der westlichen Welt, die ihren Urlaub am liebsten exotisch sowie auch naturnah verbringen, ist Costa Rica ein traumhaftes Reiseziel und ein Aufenthalt dort sicherlich ein unvergessliches Erlebnis. Doch obwohl das zentralamerikanische Land eine sogenannte Ganzjahresdestination ist, welche rund ums Jahr besucht werden kann, sind einige Informationen rund um das Wetter in Costa Rica wertvoll für die Reiseplanung – denn es verändert sich nicht nur im Laufe der Monate, sondern unterscheidet sich auch je nach Region.

Ein kleines Land mit vielen Wettergesichtern

Obwohl Costa Rica ein recht kleines Land ist (51.1000 Quadratkilometer, zum Vergleich: Deutschland mit 357.000 Quadratkilometern oder Österreich mit etwa 83.9000 Quadratkilometern), das in der tropischen Klimazone liegt, unterscheiden sich die typischen Witterungsverhältnisse je nach Region stark. Die in großen Teilen Costa Ricas vorhandenen Regen- und Trockenzeiten beginnen und enden nicht im ganzen Land zur selben Zeit. Denn Costa Rica ist landschaftlich und hinsichtlich seiner geografischen Lage einfach ein Sonderfall, der mit nur wenigen Ländern vergleichbar ist.

Das fängt schon damit an, dass Costa Rica zwischen zwei Weltmeeren liegt: Dem Pazifischen Ozean und dem Karibischen Meer, welches zum Atlantik gehört. Entsprechend gibt es Küstenregionen an beiden Meeren, und diese unterscheiden sich klimatisch: An der atlantischen Küste herrscht immerfeuchtes Tropenklima, an der pazifischen Küste wechselfeuchtes (auch genannt sommerfeuchtes) Tropenklima. Außerdem kommt hinzu, dass es in Costa Rica zahlreiche Berge und Vulkane gibt, die die Witterungsverhältnisse ebenfalls beeinflussen. Deshalb ist es schwierig, ganz allgemein vom Wetter in Costa Rica zu sprechen und die beste Reisezeit zu bestimmen. Eine Betrachtung einzelner Landesteile ist sinnvoller.

Die Ostküste am Atlantik: Das immerfeuchte Gebiet Costa-Ricas

Am Karibischen Meer liegt die Provinz Limón mit ihrer Hauptstadt Puerto Limón. Hier herrscht ein typisches immerfeuchtes Tropenklima mit einer Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 85 Prozent. Die Karibikküste ist die einzige Region Costa Ricas, die keine Trockenzeit hat. Hier regnet es rund ums Jahr, wobei die regenärmsten Monate mit etwa 13 bis 15 Regentagen Februar, März, April September und Oktober sind – letztere sind übrigens jene Monate, die im restlichen Land mit die regenreichsten sind. Trotz des vielen Regens ist es hier dauerhaft sehr warm, tagsüber herrschen meist mindestens 30 Grad, in der Nacht immer noch um die 20 Grad. Die vielen Regenfälle zusammen mit den heißen Temperaturen sind perfekt für den Anbau von Bananen: In der Provinz Limón werden so viele Bananen angebaut, dass dieses Gebiet das Land Costa Rica zum zweitgrößten Exporteur von Bananen weltweit macht.

Die beste Reisezeit für die costa-ricanische Ostküste

Soll der Urlaub an der Karibikküste zumindest einigermaßen trocken werden, bieten sich die erwähnten Monate Februar bis April und September bis Oktober an. Februar bis April haben dabei den Vorteil, dass im restlichen Land währenddessen die Trockenzeit herrscht, sodass eine Rundreise besonders gut passen würde.

Die Pazifikküste Costa Ricas: Der wechselfeuchte Westen  

Das Küstengebiet am Pazifischen Ozean ist deutlich länger als die costa-ricanische Karibikküste und das Klima ist hier durchgehend wechselfeucht tropisch. Das bedeutet, es gibt Regen- und Trockenzeiten, doch die Temperaturen sind ganzjährig recht hoch. Besonders heiß ist es in den zentralen Küstengebieten mit bis zu 35 Grad während der Trocken- und bis zu 30 Grad während der Regenzeit. Am gemäßigten ist es in den südlichen, bei Touristen weniger bekannten Pazifikküstengebieten mit um die 26 bis 28 Grad das ganze Jahr über, wobei diesen äußerst angenehmen Temperaturen auch ein Nachteil gegenübersteht, zumindest in der Regenzeit. Denn diese fällt im Süden besonders heftig aus und es kommt häufig zu Überschwemmungen. Die wohl am strandurlauberfreundlichste Region Costa-Ricas ist die nördliche Pazifikküste: Mit Durchschnitttemperaturen von 30 Grad während der Trockenzeit ist das Wetter sehr warm. In der Regenzeit ist es nur unwesentlich kühler und es regnet auch gar nicht so viel, gerade die Vormittage sind oft sehr sonnig. Die Regenzeit beginnt auch später und endet früher. Nirgendwo sonst in Costa Rica ist die Trockenzeit so lang, die Menge an Regen so gering und die Anzahl der Sonnenstunden so hoch wie an der nördlichen Pazifikküste.

Die beste Reisezeit für die costa-ricanische Westküste

Die Trockenzeit am Pazifik ist von Dezember/Januar bis April und gerade wer einen Badeurlaub plant, ist auch am besten damit beraten, Costa Rica in diesem Zeitraum aufzusuchen. Doch – abgesehen vom südlichen Küstenabschnitt – ist auch die Regenzeit für einen Costa Rica Urlaub empfehlenswert. Da es die Nebensaison ist, ist dann nicht allzu viel los. Im mittleren Küstenabschnitt gibt es im September und Oktober extrem gute Wellen, was perfekt ist für Surfer. Von Juli bis Oktober ist auch die beste Zeit Wale zu beobachten, die hier auf ihrer Reise von der Arktis oder Antarktis vor der Küste verweilen. Im Norden der Küste lässt sich sogar trotz Regenzeit meist ein angenehmer Badeurlaub machen.

Ganzjähriger Frühling im Landesinneren

Im Landesinneren, den Gebieten um die Hauptstadt San José herum, die sehr zentral in der Mitte des Landes liegt, ist es nicht so heiß wie an den Küstengebieten, sondern mit ganzjährig um die 25 Grad sehr angenehm gemäßigt. Man spricht hier auch vom ganzjährigen Frühling. Dieses Zentrum Costa Ricas wird auch das Valle Central genannt. Obwohl es auch hier ausgedehnte Regenzeiten gibt, regnet es viel weniger als an den Küstengebieten. Nachts kann es auch mal kühler werden, aber unter 15 Grad fallen die Temperaturen kaum.

Die beste Reisezeit für das Landesinnere von Costa Rica

Im costa-ricanischen Landesinneren herrscht Ganzjahresfrühling und dementsprechend eignet sich dieses Gebiet auch rund um das Jahr für einen Urlaub, zumal es in der Regenzeit weniger regnet als an den Küsten. Wer das Maximum an Sonnenschein und Trockenheit wünscht, verreist während der Monate Januar bis April.

Sonderfall: Die zentralen Hochlagen

Im Landesinneren befindet sich das auch costa-ricanische Gebirge, das aufgrund der hohen Lagen andere Witterungsverhältnisse bereithält. Je höher der Berg, umso kälter ist es dort natürlich auch. Während der Regenzeit zwischen Juni und November regnet es tatsächlich fast täglich, aber meist nur für zwei bis drei Stunden am Nachmittag. Im Hochland wird kaum jemand seinen Urlaub komplett verbringen, es ist eher das Ziel von Ausflügen und Wanderungen, und die passen am besten in den Juli und den August, da es hier am wärmsten und regenärmsten ist.

Das Hochland hat zwar touristisch eine nicht allzu hohe Bedeutung für das Land, wirtschaftlich aber umso mehr. Denn während die Karibikküste besonders gut für den Anbau von Bananen geeignet ist, ist das Hochland bekannt für den dort angebauten Kaffee. Es gilt bisweilen sogar als eines der besten Kaffeeanbaugebiete der Welt.

In der Regenzeit in den Regenwald

Costa Rica hat traumhafte Strände, aber es hat auch den Regenwald und dieser blüht in der Regenzeit besonders auf. Wer also einen starken Fokus auf das Naturerleben insbesondere des Regenwaldes legt, sollte sich überlegen, die Costa Rica Reise tatsächlich auf die Regenzeit zu legen.  Einige entspannte Sonnenmomente am Strand werden dann sicherlich trotzdem möglich sein, schließlich sind gerade die Vormittage auch während der Regenzeit meistens schön und trocken. Vorteilhaft an einer Reise während der Regenzeit sind auch die günstigeren Preise sowie der geringere Menschenandrang.

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